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Aufgabe 04 (25.10)

L'express (janvier 2004)
KULTURSCHOCK


Bitte lesen Sie die Dresdner Seiten zum "Kulturschock"

Versuchen Sie sich an Erfahrungen zu erinnern,
die mit einem Kulturschock zu tun hatten.

Erzählen Sie davon.


AMATE Gwendoline

Ich bin schon mehrmals im Ausland gewesen, aber nur für eine Woche und fast immer mit meinen Eltern. Ich bin der Meinung, dass man mit Eltern keinen "Kulturschock" erleben kann, weil "Touristen" immer ihre eigene Sprache sprechen können, und nicht richtig in Kontakt mit den Einheimischen kommen.

Deutschland habe ich aber auchohne meine Eltern besichtigt. Ich bin nach Deutschland mit meiner Schulklasse gefahren. Ich habe den Aufenthalt in einer griechischen Familie verbracht, und war mit einer anderen Französin zusammen, die auch in meinem kleinen Dorf wohnt...Ich habe tatsächlich keinen "Kulturschock" erlebt, dort unternahm nämlich meine Familie nichts und sprach nur über Griechenland...

BEAUMONT Thomas

Als ich zum ersten Mal in Deutschland war, glaubte ich, dass die Deutschen sehr anders als wir waren. Sie respektierten alle Gesetze. Zum Beispiel vor einem Fußgängerübergang. Es gab keine Autos aber die Ampel war rot. Niemand ging über den Zebrastreifen gehen. Ich war sehr überrascht.

Ich glaubte, dass sie naiv waren. Aber es ist eine Frage des Vertrauens. Sie respektieren alle anderen. Das ist leider in Frankreich unmöglich, schade.

Das Essen ist auch verschieden. Der Rotkohlsalat ist nicht unbedingt meine Lieblingsspeise. Außerdem essen sie zu schnell.

BONNARD Valentin

Ein Mädchen, das in China gelebt hat, hat mir erzählt, dass die Lebensweise dort sehr verschieden von der hiesigen ist. Zum Beispiel gibt es fast keine Entfernungen in dem tägliche Leben zwischen Menschen: Diese Person hatte eine chinesische Freundin. Wenn sie zusammen sprachen, berührten und streichelte die Chinesin ihr die Arme und die Schenkel. Die Französin fühlte sich mehr und mehr unbehaglich. Sie entschied also, sie zu fragen, wieso sie sich so verhielt. Die Chinesin antwortete, dass dies ganz normal in China sei! Sie Menschen suchten immer Kontakt: es sei ein Respektzeichen. Chinesen stünden zum Beispiel in Warteschlange sehr nahe beieinander.

Diese Person hat mir auch erzählt, dass die Höflichkeitsfloskeln überhaupt nicht die selbe Bedeutung hätten als bei uns: es sei unhöflich, solche Formeln zu benutzen, wenn man mit einem Freund spricht. Das Mädchen war im Restaurant mit einem chinesische Freund und sie hat ihn mit einer Höflichkeitsformel gebeten, ihr das Salz zu geben. Er ist sofort weggegangen. Er war sehr gekränkt, weil er dachte, dass die Französin nicht seine Freundin sein wollte.

Dieses Mädchen arbeitete in China und sie hatte Probleme am ersten Tag mit ihrem Chef gehabt: Am Morgen ist der Chef in ihr Büro gekommen und hat "Ein Kaffee !" geschrien. Die Französin war sehr überrascht über diesen Befehl. Jedoch ist es in China ganz normal, dass der Chef sehr autoritär ist. Aber das ist nicht respektlos den Angestellten gegenüber; dort werden die Chefs sehr geachtet.

Außerdem bin ich erstaunt gewesen, als ich während eines Austausches in Deutschland war, dass sich die Menschen dort keine Küsschen gaben.

Ich erinnere mich auch daran, dass die junge Deutsche "schockiert" waren, wenn französischen Verliebte sich "french kisses" gaben!

BRIERE Marie

voir Alice Koechlin

BULTEL Christophe

Hallo Christiane,

... In der letzten Mail erklärst du, dass du noch keinen richtigen Kulturschock erlebt hast. Leider geht es uns genau so. Wir waren schon im Ausland, aber nie in Ländern, wo die kulturellen Gewohnheiten sehr verschieden von den unseren sind. Es gibt aber Kleinigkeiten, die man trotzdem ziemlich schnell merkt. In England und in Deutschland isst man früher zu Abend als in Frankreich und noch viel früher als in Spanien, wo die Leute sich den heißen Temperaturen anpassen. Die Menschen leben dort wie wir, aber alles wird später gemacht. Sie stehen später auf, essen um zwei Uhr zu Mittag, machen dann oft einen Mittagsschlaf und gehen dann auch später ins Bett.

Wir haben auch gemerkt, dass in Deutschland die Filme abends im Fernsehen ziemlich früh anfangen und dass es auf mehreren Sendern unglaublich viel Werbung gibt. Natürlich kann man diese Gewohnheiten überwinden.

Unserer Meinung nach könnten wir richtige Kulturschocks erleben, wenn wir in Länder fahren würden, die weit entfernt sind. In Afrika und in den asiatischen Ländern müssten die Kulturen sehr verschieden von den unseren sein.

In manchen Ländern muss man nach dem Essen rülpsen, um zu zeigen, dass man gut gegessen hat. Eine solche Gewohnheit würde uns bestimmt schockieren, wenn wir nicht vorgewarnt wären. Es gibt wahrscheinlich viele andere Beispiele, aber wir kennen sie einfach nicht.

Mehr können wir leider wirklich nicht erzählen...

CHARLES Pierre

13.11. 21 Uhr 128

Ich habe nur einmal einen Kulturschock erlebt, als ich in Marokko war.

Marokko ist ein ganz anderes Land als Frankreich oder Deutschland : zunächst ist die vorherrschende Religion nicht die selbe, und dann ist das Leben ganz anders.

Die erste Sache, die ich seltsam fand, war der Verkehr : die Marokkaner fahren schnell und ohne Ordnung. Nach einigen Tage fand ich es nicht mehr komisch, sondern gefährlich... Ich frage mich, wie es möglich ist, dass es nicht viel mehr Unfälle gibt ? Warum machen die Polizisten nichts ? Aber ich habe eine Antwort gefunden : sie fahren so, seit die Autos existieren, und es ist für sie normal, und sie wissen, wo sie aufpassen müssen. Daher ist es normal, dass es nicht so viele Unfälle gibt.

Ich war auch über die Märkte in den alten Städten erstaunt. Wie kann man das nur essen, fragte ich mich. Da gab es Fliegen an den Fischen und am Fleisch. Für mich war es Narrheit, dieses Fleich essen zu wollen, aber dann hatte ich dieselbe Antwort wie für den Verkehr : sie wissen, dass es gefährlich ist, und sie kochen alles, damit die Fliegen und die Bakterien getötet werden.

Die marokkanische Kultur ist also nicht komisch oder gefährlich, sie ist nur ganz anders als unsere Kultur, und viele Leute haben das noch nicht verstanden...

DARRICAU Remi

voir Christophe BULTEL

DE BODMAN Claire
07.11. 18 Uhr 14

Genau wie Blandine habe ich auch nicht viel Zeit im Ausland verbracht. Ich war nur zwei Wochen in Regensburg aber ich habe niemals einen Kulturschock erlebt. Wir sind dort in Europa, also sind die Traditionen fast identisch, aber ich war auch einmal in Marokko und da habe ich diesen Schock erlebt. Das Leben ist dort wirklich anders.

Eine Woche, um eine Kultur zu entdecken, ist sehr kurz. Wir denken, dass wenn wir längere Zeit geblieben wären, wir vielleicht auf negative Gefühle gestoßen wären, weil es frustrierend ist, nichts zu verstehen. Es ist auch ermüdend und so kommt es dann zu Missverständnissen der vierten Phase.

DHAUSSY Claire

Ich denke, dass ich nicht lange genug in einem fremden Land war, um von einem Kulturschock berichten zu können. Trotzdem bin ich auf Schwierigkeiten gestosen, als ich in England in einer Gastfamilie war. Ich hatte Schwierigkeiten, sie zu verstehen und sie waren in organisatorischen Fragen usw. Ich fühlte mich schuldig.

Außerdem fand ich ihre Gewohnheiten seltsam. Zum Beispiel haben wir am Abend Pizza mit Pommes-Fries gegessen. Es gab kein Gemüse, die Mutter wollte nicht am Abend kochen.

GUINOT Emilie

Ich habe kein Kulturschockbeispiel.

Ich war leider nicht lang genug im Ausland, um einen Kulturschock erlebt zu haben.

JAEGER Morgane

Ich habe schon einen Kulturschock erlebt. Ich war während einer Woche in Polen gewesen und habe dort eine andere Kultur entdeckt.

Ich war zum ersten Mal bei meiner Brieffreunde Anna. Wir kannten uns nicht gut, aber ihre Familie war unglaublich gastfreundlich. Sie behandelte mich als den wichtigsten Gast, obwohl ich nur eine Schülerin war. Ich bin sicher, dass es so einen Empfang in Frankreich nicht gibt.

In Polen sind auch die Menschen sehr gläubig. In meiner Familie ist das aber nicht so, deshalb fühlte ich mich manchmal schlecht: ich wußte nicht, was tun oder war linkisch mit ihren Gewohnheiten. Zum Glück waren sie verständnisvoll!

Schließlich war ich erstaunt, weil sie sehr oft essen. Einmal habe ich etwas gegessen, weil wir in Stadt gehen wollten, um zu Abend zu essen! Natürlich sind auch die Mahlzeiten leichter als in Frankreich. Daran habe ich mich schnell gewöhnen!

KOECHLIN Alice

Wenn man eine neue Kultur entdeckt, kann man einen Kulturschock erleben. Man versteht unter Kulturschock einige Aspekte oder Symptome, die mit einem Schock etwas zu tun haben. Verschiedene Phasen kann man definieren: am Anfang ist man sehr begeistert, diese neue Kultur zu entdecken, dann beginnt man, etwas Komisches zu fühlen: man fühlt sich nicht wie zu Hause, und wenn man die Kulturstandards glaubt, verstanden zu haben, beginnt man, die neue Kultur zu mögen, zu akzeptieren. Es kommt auf die Stärke des Kulturschocks an, wie man die Verschiedenheiten mit unserer eigenen Kultur spürt.

Hier ist die Erinnerung von Alice, die schon in Japan gewesen ist:

"Ich habe einen Kulturschock erlebt, als ich in den Ferien in Japan war. Ich habe die ganzen Phasen gefühlt, aber nicht in der selben Reihenfolge ! Ich kannte die japanische Kultur sehr gut, so wusste ich, mit was ich rechnen musste (Phase 4). Als ich im Hotel ankam, fand ich alles originell und wunderbar : kein europäisches Gesicht, schöne Schriften, erstaunliche Gebäude und Essen.... (Phase 1). Danach bemerkte ich mehrere Besonderheiten : zum Beispiel saßen viele Personen allein. Manche Menschen haben eine sehr komische Arbeit (so scheint es für uns Europäer) : sie müssen die Kunden begrüssen. Sie verbeugen sich, jedes mal, wenn ein Kunde hereinkommt, und danken ihm/ihr, wenn er weg geht. Sie müssen es tagelang machen. Deswegen gibt es mindestens 3 oder 4 Verkäufer pro Geschäft.

Ich hatte auch Kommunikationschwierigkeiten, weil niemand Englisch sprach. Das war eine grosse Überraschung : ich dachte, dass irgendwer in Japan Englisch sprechen könnte (Phase 2). Dann sah ich, dass viele alte Leute arbeiteten (obwohl sie über 70 oder 75 Jahre alt waren!!!). Ich finde es schrecklich, immer arbeiten zu müssen! (Phase 3).

Als ich nach Frankreich zurückgekommen bin, habe ich viel über Japan nachgedacht. In Japan müssen alle arbeiten, weil es keine Arbeitslosenversicherung gibt. Außerdem gibt es nicht sehr viel Arbeit für 120 000 000 Japaner in so einem kleinen Land ( ohne Bodenschätze)). Deshalb ist die Arbeitslosigkeit so niedrig in Japan. Viel müssen seltsame Jobs annehmen, weil sie keine andere Wahl haben. (Phase 5) Die Japaner, die ich getroffen habe und die Englisch sprachen waren aber sehr freundlich und neugierig gegenüber Frankreich und Europa."

Alice Koechlin und Marie Brière.

LÂM Claire

Ich war zunächst noch nie im Ausland auser in Deutschland. Auch wenn es zum Teil einige kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich gibt, habe ich den Eindruck, dass man nicht unbedingt einen richtigen und groBen "Kulturschock" erlebt, wenn man als Französin nach Deutschland kommt.

Wenn man in einem fremden Land ankommt, fühlt man sich zwar vielleicht nicht wie zu Hause. Man kennt die deutsche Sprache nicht so gut wie eine zweisprachige Person, man spricht mit einem französichen Akzent und versteht nicht immer, was die Deutschen sagen. Auserdem kennt man zumindest am Anfang nicht viele Personen in dem fremden Land.

Frankreich und Deutschland sind aber zwei Staaten, die auf der Ebene der Geografie, des Klimas und der Wirtschaft groBe Gemeinsamkeiten haben. Diese Gemeinsamkeiten haben dann einen Einfluss auf die "Ähnlichkeit" der Kulturen Frankreichs und Deutschlands. Zum Beispiel sind die Essgewohnheiten einer Kultur von der Landwirtschaft abhängig und die Landwirschaft ist selbst von dem Klima und der Geografie geprägt.

Ich denke also, dass ein Kulturschock gröBer zwischen Frankreich und China als zwischen Frankreich und Deutschland wäre. Ich war noch nie in Asien, aber mein Vater kommt aus Vietnam. Manchmal werde ich mit meiner Familie von vietnamesischen Freunden zum Essen eingeladen. Ich bemerke dann, dass vietnamesische Leute andere Traditionen, Lebensgewohnheiten und Denkweisen als Europäer haben. Ich würde also einen Kulturschock vielleicht erleben, wenn ich nach Asien ginge.

LÉONE Emilie

Ich habe nie in einem fremden Land gewohnt: ich bin nur in den Ferien und für eine Woche ins Ausland gefahren. Deshalb kann ich nicht wirklich von Kulturschocks sprechen.

In Europa haben wir fast überall dieselbe Kultur. So gibt es zwischen Deutschland und Frankreich keinen richtigen Kulturschock.

Aber es gibt Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland. Zum Beispiel ist das Essen sehr anders. Das Frühstück in Deutschland ist anders als in Frankreich : am Morgen können wir dort Schinken, Wurst und Käse essen. Die Deutschen trinken kein Leitungswasser, nur Mineralwasser oder Sprudelwasser. Es war ein bisschen wunderlich für mich. In Deutschland fahren die Leute auch mehr Fahrrad.

MINSO Alexandre

Ins Ausland ist manchmal schwierig, weil dort viele Schwierigkeiten auf uns warten.

Es gibt nämlich die Kulturschocks aufgrund von Sprachbarrieren Kulturunterschieden zwischen den verschiedenen Lebensweisen. Aber als ich in Deutschland gewesen bin, haben mich all diese Dinge nicht gestört. Vielleicht deswegen, weil ich nicht so lange in diesem Land geblieben bin, oder weil unsere Kultur nicht so sehr anders sind, aber ich habe jedenfalls keinen Kulturschock erlebt.

Ich habe nur die Euphoriephase kennengelernt. Die Sprache war kein wirkliches Problem : wenn wir nichts verstanden, griffen wir auf Englisch zurück.

MONGELLAZ Emeline
23.11. 23 Uhr 18

Ich bin schon vier mal in Deutschland gewesen, aber ich kenne die deutsche Kultur nicht gut. Jedes Mal war ich in der Euphoriephase. Es war immer nur eine Woche lang und ich war dort mit meiner alten Schulklasse, deshalb war ich nicht viel mit Deutschen zusammen. Die Sprache blieb immer eine Barriere. Ich erlebte keinen großen Kulturschock, weil ich nicht total in die Kultur eingetaucht war. Die Franzosen, die mit mir in Deutschland waren, blieben stets zusammen, daher habe ich nicht einmal viel Deutsch gesprochen. Außerdem wohnte ich bei einer deutschen Familie, die aber besser französisch sprach als ich deutsch, so dass wir mehr französisch sprachen.

Obgleich die Sprache eine Barriere war, hatte ich einige typische Dinge gesehen, wie zum Beispiel Studenten, die in der Klasse essen oder andere Deutsche, die um 12 Uhr keine Essenspause machen.

Als wir in Deutschland gewesen sind, haben wir viele erstaunlichend Sachen endeckt. Da die Reise von der Schule organisiert wurde, blieben wir immer nur unter Fransosen. Die deutsche Sprache war für uns eine Hemmschwelle und hielt uns davon ab, Leute zu treffen.

Es stimmt, dass es Unterschieden in dier Lebensqualität gibt. Jedoch kann man nicht sagen, dass es so eine grose Kluft zwischen den Deutschen und den Fransosen gibt. Beide Länder sind hoch entwickelt. Wir haben eine ähnliche Kultur und Geschichte, wir leben in einer Demokratie beide Länder grenzen aneinander.

Ausserdem waren wir überrascht, dass die Deutschen umweltfreundlicher sind als die Fransözen. Es gibt mehr Windräder, viele Leute benutzen auch das Fahrad.

Sonst waren wir in keinem anderen Land, haben also auch keinen echten Kulturschock erlebt.

NAVARRO Elodie

Ich habe keinen richtigen Kulturschock erlebt. Aber ich habe Unterschiede zwischen Gruppen beobachten können, als ich in Savoyen gelebt habe.

Zuvor lebte ich nämlich in Lyon, was eine große Stadt ist. Aber als ich 14 war, musste ich Lyon verlassen, und bin nach Savoyen umgezogen. Die Mentalitäten sind sehr anders in einer grossen Stadt und einem kleinen Dorf in den Bergen. Die Leute, die in Savoyen leben, sind nicht freundlich und verschlossen, für Veränderungen nicht offen.

Ich bin schon einmal in Deutschland und einmal in England gewesen, aber ich habe keinen richtigen Kulturschock erlebt.
Ich habe jedoch Unterschiede bemerkt,z .B. ist die Nahrung sicherlich unterschiedlich,sowie auch die Essenszeiten, und die Deutschen beachten mehr die Verkehrsregelung als die Franzosen.

REMY Lucie

Als ich in Deutschland war, habe ich keinen großen Kulturschock zwischen Deutschen und Franzosen bemerkt. Meiner Meinung nach gibt es trotzdem politische und ideologische Unterschiede. Als ich an einem Austausch teilgenommen habe, war ich in einer Familie, die sehr "grün" war. Der Vater war ein bisschen böse mit den Franzosen (und auch mit mir), weil sie die Kernenergie benutzen.

Aber ich war schon einmal Zeugin eines Kulturschocks. Vor zwei Jahren habe ich zwei koreanische Mädchen getroffen, die in Frankreich Ferien machten. Eines Tages wollte ein alter Mann sie grüssen und sie küssen. Sie waren ganz geschockt und haben Angst gehabt.

ROBET Blandine
07.11. 18 Uhr 14

Ich bin niemals mehr als eine Woche im Ausland geblieben, also habe ich keinen Kulturschock, so wie es der amerikanische Anthropologe Oberg erklärt, erlebt. Ich kann mir aber vorstellen, wie ich mich gefühlt hätte, wenn ich ein oder zwei Wochen mehr in Köln verbracht hätte. Während einer Woche habe ich am Anfang die Familiengewohnheiten entdeckt und beobachtet. Ich fand es eher witzig.

Natürlich bin ich danach auf Sprachschwierigkeiten gestoßen, deshalb habe ich das deutsche Leben viel beobachtet und versucht, die Gespräch zu verstehen.

ROUX Pierre-Antoine

Ich bin schon mehrmals im Ausland gewesen, allerdings nur in europäischen Ländern: in Spanien, Italien, Polen und auch inDeutschland. Die Lebensweise dort ist ähnlich als die in Frankreich. Diese Ferienaufenhalte haben höchstens zwei Wochen gedauert. Der längste Aufenhalt (2 Wochen) war in Deutschland, wo ich in einer deutschen Familie in Niedersachsen wohnte. Ich hatte Ferien und das Wetter war schön.

Ich habe besonders positiven Aspekte von Deutschland gesehen. z.B: gabe es viele Fahrräder in den deutschen Städten. Auf den Autobahnen gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung, während das französische Gesetz da sehr streng ist.

Jedoch habe ich am Ende meines Aufenthaltes eine erste Kontaktschwierigkeiten erlebt. Ich ging im Hamburger Hafen spazieren, als ein Radfahrer mich anschrie: « Können sie nicht ded Radweg frei lassen!! ». Ich ging nämlich auf dem Radweg. Na und? Musste er da schreien?

Ich wollte das mit Frankreich vergleichen, wo so etwas nicht vorkommen kann. Die Fussgänger machen nämlich, was sie wollen. Aber mein Gefhül war komisch. Ich gebe mich selbst die Schuld. Vielleicht habe ich den Anfang der zweite Phase erlebt.

SAUVAGNAT Quentin

"Versuchen Sie sich an Erfahrungen zu erinnern, die mit einem Kulturschock zu tun hatten." Ich bin schon mehrmals in Deutschland gewesen, und glaube nicht, dass ich einen solchen Kulturschock erlebt habe. Wie ich schon gesagt habe, habe die Absicht, in Deutschland zu arbeiten, ich kann mich aber nicht genau erinnern, wann mir diese Idee gekommen ist. Ich glaube, dass es vor 2 oder 3 Jahren war. Damals hatte ich schon zwei Austäusche gemacht, und zwar mit Frankfurt und München, und ich habe mich immer über meinen Aufenthalt in Deutschland gefreut, obwohl ich mich nicht immer gut mit meinem Austauschpartner verstanden habe. Es gibt nicht so viele Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Lebensweise, finde ich, aber die Verhältnisse sind, meiner Meinung nach, relativ anders, was z.B. die Pünktlichkeit angeht, oder die Bereitschaft, zu demonstrieren oder zu streiken. Genau das hat mir vielleicht gefallen.

"Wo können Sie in sich selbst irgendein Vorurteil gegenüber Angehörigen einer anderen Kultur oder sogar einer Subkultur (z.B. Menschen anderer Teile Ihres Landes) fühlen. Was sind die tiefsitzenden Ursachen dieses Vorurteils? Sollten Sie dieses Vorurteil überwinden? Wie könnte man es in Angriff nehmen, solche negativen Einstellungen auszurotten ? (nach Brown, S. 190)."

Vorurteile über Deutsche haben Franzosen schon. Deutsche sind streng, gut organisiert, zuverlässig, trinken Bier, essen den ganzen Tag Würste und sind umweltfreundlich. Woher kommt das denn? Ganz einfach aus der Schule. Ich habe 8 Jahre lang Deutsch studiert, und fast immer die gleichen Themen behandelt: den Zweiten Weltkrieg, die Verarbeitung der Nazi-Zeit, die Ost-West Teilung, Recycling und erneuerbare Energien, Weihnachtsmärkte, usw. Die einzige Weise zu erfahren, was wirklich stimmt, ist dorthin zu fahren. Deutschen sortieren tatsächlich ihren Mülle seit vielen Jahren, während es in Frankreich sehr neu ist, aber kaufen oft mit Wagen mit einem Mindesthubraum von 3 Litern ein ...Ist das wirklich Umweltfreundlichkeit?

Andere Vorurteile über andere Menschen: Italiener sprechen laut, sind überschwänglich und achten besonders auf ihr Aussehen. Ich war auch mehrmals in Italien, und ich muss ganz ehrlich gestehen, dass es stimmt...

SEIGNEURET Romain

Trotz meines jungen Alters bin ich schon viel gereist. Als ich 15 war, bin ich zum ersten Mal nach Deutschland gefahren. Ich war in einer Gastfamilie aus der ehemaligen DDR. Ich denke, dass ich nicht wirklich schockiert war. Natürlich war ich beeindruckt, weil das Leben ein bisschen anders,war als in Frankreich. Ich war sehr neugierig, etwas Neues zu erleben und zu entdecken. Aber ich meine heute, dass die Sprache kein so großes Hindernis ist. Das Essen und das Alltagsleben waren verschiedenen, aber ich habe mich schnell an diese Kultur gewöhnt.

Letzten Sommer habe ich circa fünf Wochen in Marokko verbracht. Und da habe ich einen Kulturschock erlebt. Marokko ist nämlich ein armes Land im Vergleich zu Frankreich oder Deutschland. Die Gründe dafür sind nicht dieselben wie in Frankreich und unsere gemeinsame Vergangenheit ist vielleicht nicht so stark als die zwischen Frankreich und Deutschland.

Ich lebte mit der lokalen Bevölkerung in den Gebirgen. Das Alltagsleben war nicht so bequem als in Frankreich. Es gab weder Strom noch fließendes Wasser. Auch von der Sprache her war es schwierig, sich verständlich zu machen. Aber wenn ich etwas erklären wollte, wurde ich trotzdem verstanden.

Ich denke, dass ich nie einen großen Kulturschock erlebt habe, in dem Sinn, dass er mich "krank" gemacht hätte. (wie man das in dem Kursbuchtext erfährt). Ich denke, dass die Menschen und die Gäste wirklich offen und empfangsbereit waren. Das trifft auf fast alle meine Erfahrungen im Ausland zu. Man muss nur immer den Willen haben, etwas Neues zu erfahren und Andere zu entdecken. Die Menschen versuchen sich immer mitzuteilen.

SZEWCZYK Guillaume
VEYRAT Pierre

 

2002-10 insa de lyon (bm)   actualisé le  18.03.2010